Montag, 7. Oktober 2013

Herbsttraum Teil 1: Heidelberg

Ein Herbsttraum kann verschiedene Ausprägungen haben:


Goldenes Herbstwetter, 
ein Bummel durch wunderschöne Orte, 
eine behagliche Unterkunft, 
ein schmackhaftes Herbstmenu, 
magische Orte, die man zufällig entdeckt, 
ein Spaziergang durch den Blätterwald, 
Blick auf Berge, Täler und bunte Herbstbeeren an den Bäumen, 
das Klingen von Kuh- oder Ziegenglocken beim Almabtrieb, 
"Neuer Süßer" (= Federweißer) in rauen Mengen, 
der Duft von frischem Pflaumenkuchen, 
reife Reben und buntes Laub - 

um nur einige schöne Herbstmomente zu nennen.

Mein persönlicher Herbsttraum führte mich am vergangenen Mittwoch zunächst in eine mir noch unbekannte Stadt: Heidelberg. 
Als zusätzliches Schmankerl bekam ich zauberhaftes Herbstwetter geschenkt, 
so dass ich Euch schöne Fotos knipsen konnte.



Ich möchte der Stadt mit den schönen Häusern nicht Unrecht tun, doch die zwei bis drei Stündchen, die ich mich dort aufhalten durfte, haben mir vollkommen ausgereicht. 
Ich habe mein Herz also NICHT in bzw. an Heidelberg verloren.



Die Stadt besteht aus einer ellenlangen, meines Empfindens nach dunklen Einkaufsmeile, die zudem an diesem eigentlich windstillen Tag durch ihre Bauweise ungemütlich zugig war.

Dunkel aus dem Grund, weil sie aus geographischen Gründen zum Sonnenstand eigentlich die falsche Ausrichtung hat.

Ich käme also kaum auf die Idee, mich dort in einem Straßencafé im Schatten niederzulassen. Schade.

Und als Handarbeitsfan kam ich leider auch nicht auf meine Kosten: in der Fußgängerzone fand ich ein einziges Wollgeschäft: Wolle Rödel. Nicht gerade das Eldorado für Fans individueller Handarbeits-Zutaten, gel?


Die niedlichen engen Sträßchen mit teilweise zauberhaften Häusern führen hinab zum romantischen Neckar. Romantisch? Weit gefehlt: statt einer Promenade zum Flanieren mit evtl. hübschen Einkehrmöglichkeiten fand ich dort am Flussufer eine vierspurige Autostraße vor, die die Altstadt vom Ufer trennt. Die Sonne schien auf der anderen Seite des Flusses, wo sich vorwiegend Wohnbebauung befindet.





Vielleicht bin ich sehr kritisch, was mein städtebauliches Empfinden angeht, doch mehr als ein "ganz nett" kann ich dieser Stadt nicht abgewinnen. Klar, ich kenne ihre Geheimtippps nicht, aber ich hatte auch nicht allzu großen Elan, diese zu erforschen, wusste ich doch, welche Perle mich an diesem Tag noch erwarten sollte.




Und von diesem Schmuckstückchen erzähle ich Euch in Kürze im nächsten Blogeintrag. 
Schön wird's, das verspreche ich Euch.

Herbstliche Grüße von 
Eurer Anja

P.S.: Was mich in der Fußgängerzone von Heidelberg aber unheimlich beeindruckt hat, war das Bio-Eis "Wiener Mandel", hergestellt aus Milch von glücklichen Bauernhofkühen. 
Mmmmmmh, lecker . . . . .

Und was mich sehr abgeschreckt hat, waren die in die Kirchenmauer eingelassenen, schrecklichen Souvenier-Buden. Da wir jedoch zu 70% nur Englisch bzw. Japanisch sprechenden Menschen begegnet sind,  erwirtschaften genau diese Buden aber wahrscheinlich einen sehr guten Umsatz  . . . . . 

Kommentare:

  1. Hallo liebe Anja,

    also wenn ich deinen Header sehe bekomme ich einfach ständig und viel Sehnsucht ans MEER! Dein Hund ist aber auch zucker...

    Dein Heidelberg Beitrag finde ich super. Ich kenne Heidelberg sehr gut, wohne ja nur zwei Stunden davon entfernt und empfand diesen Ort seither genauso so wie du. Auch ich würde mich niemals in den Schatten eines Cafes setzen und auch ich empfand jedes mal die Einkaufsmile als zugig und schattig.
    Außer das wir geschäftlich hin mussten, zieht es mich nicht nach Heidelberg.

    Hab einen wundervollen Wochenstart!

    LIebe Grüße
    Birgit

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  2. Liebe Anja,

    das sind herrliche Bilder. Deine Bilder zumindest zeigen die Schokoladenseite der Stadt. ich prsönlich war noch nie dort und kann mir deshalb kein Urteil erlauben.
    Die Souvenirbuden hast du in jeder Stadt. Hier in Bremen wie auch in Venedig . Da ist es besonders schlimm, falls du schon mal auf der berühmten Rialtobrücke warst...Boah furchtbar...und was es für Scheußlichkeiten zu kaufen gibt, da fragt man sich: Wer kauft sowas ?
    Um meiner Vorkommentatorin Recht zu geben. Dein Header macht jedes mal Lust auf einen Hundespaziergang am Strand.
    ♥liche Grüße
    Stefanie

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    1. Oh ja, ich war schon auf der Rialtobrücke - mehrfach. Den Hype um Venedig kann ich aber absolut nachvollziehen: eine traumhafte Stadt. Besonders die von den Touristen noch verschonten Stadtviertel haben ihren ganz eigenen Zauber.
      Aber den Hype um Heidelberg, so wie er vorwiegend bei den Amerikanern und Asiaten vorherrscht, den kann ich irgendwie gar nicht nachvollziehen. Aber ich bin sicher, die Stadt hat auch ihre schönen Ecken.

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  3. Liebe Anja,
    neben den gewohnt brillanten Fotos von Dir lerne ich in diesem Blog eine ganz neue Seite an Dir kennen: Du kannst ja richtig böse Kommentare schreiben! Wenn man die wunderbaren Bilder sieht, kann man sich gar nicht vorstellen, dass Heidelberg Dir nicht gefallen hat. Aber den zugigen Wind kann man ja auch schlecht fotografieren!
    Ich bin mal sehr gespannt auf Dein Schmuckstück.
    W.

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  4. Hallo liebe Anja,
    ich bin vor vielen Jahren einmal für ein paar Tage in Heidelberg gewesen. Damals hatte ich noch nicht den Blick für diese schönen Gebäude. Schade das es dir nicht so gut gefallen hat. Aber das liegt ja auch sicherlich im Auge des Betrachters. Deine Fotos gefallen mir sehr gut, ich glaube ich würde es mir gerne einmal aus heutiger Sicht ansehen. Aber vielleicht bin ich dann auch so enttäuscht wie du.
    Liebe grüße
    Gitti

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  5. Ja das klingt etwas schade für einen Ausflug bei tollem Herbstwetter, aber Du hast da ja anscheinend doch noch was ganz Köstliches entdeckt ;-).

    GLG Ines

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  6. Liebste Anja,
    schade, dass dir Heidelberg nicht so wirklich gefallen hat, ich war ein einziges Mal dort und das ist schon viele Jahre her, richtig erinnern kann ich mich nicht wirklich gut.
    Du hättest dann doch lieber nach Regensburg kommen sollen, hier hätte es dir bestimmt gut gefallen, alleine durch mich ist die Stadt vor vielen Jahren um eine Attraktion reicher geworden, vermutlich ist Regensburg auch nur deswegen zur Weltkulturerbestadt ernannt worden :-) .
    Liebe Grüße von Tatjana

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